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Was ist Resilienz?

Das Wort Resilienz leitet sich vom lateinischen Wort resiliere ab und bedeutet so viel wie abprallen. In der letzten Zeit ist der Begriff in aller Munde und dennoch wissen viele nicht genau, was Resilienz bedeutet. Ursprünglich wurde der Begriff in der Werkstoffkunde und der Physik verwendet und “charakterisiert die Eigenschaft eines Materials, seine ursprüngliche Form nach einer äußeren Einwirkung schnell wieder zurückzugewinnen” (BZgA, 2012). 

Definition

In der Psychologie wird unter Resilienz die Fähigkeit von Menschen verstanden, Krisen im Lebenszyklus unter Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen zu meistern und als Anlass für Entwicklung zu nutzen.

 

Unsere Resilienz bwz. unser resilientes Verhalten ist immer dann gefordert, wenn wir in Krisen und Stress geraten.

Vom gesunden Umgang mit Krisen

Was eine Krise ist, liegt immer im Auge des Betrachtenden. Sie ist weitaus tiefgehender als ein Problem oder nur Stress, denn charakteristisch ist, dass wir in Krisen keinen festen Boden mehr unter unseren Füßen spüren. Und das Entscheidende ist: nicht die Situation selber ist die Belastung, sondern unser subjektives Empfinden, die Situation nicht handhaben zu können. Das lässt uns auch verstehen, wie es dazu kommt, dass belastende Lebenssituationen subjektiv völlig unterschiedlich erlebt werden können. 

 

Es gibt diejenigen, welche in belastenden Situationen davon überzeugt sind, einen Ausweg oder eine Lösung zu finden, während andere den Eindruck haben, der Belastung nichts mehr entgegensetzen zu können.

Wissen wir, was zu tun ist, dann bedeutet das, dass wir in der belastenden Situation eine geeignete Bewältigungsstrategie kennen. Ist das nicht der Fall, geraten wir subjektiv in eine Krise. Resilienz bedeutet, dass uns in belastenden Situationen angemessene, ausreichende und hilfreiche Verhaltens- und Denkweisen zur Verfügung stehen, mit denen wir die Situation managen können. Resiliente Menschen gehen davon aus, dass sie immer wieder aufstehen, weil sie an sich glauben.

 

Bei Resilienz geht es somit darum zu wissen, dass, wenn wir negative Gefühle haben, es an uns ist, wieder positive Gefühle haben zu wollen und auch haben zu können.

Ein Weg zur Resilienz

Die Resilienzforschung befindet sich im Vergleich zu anderen Forschungsgebieten noch in den “Kinderschuhen” und so kommt es dazu, dass verschiedene Autoren auch unterschiedliche Einflussfaktoren in den Fokus nehmen.

 

Ich schaue mit dir in den nächsten Tagen auf folgende Einflussfaktoren:

  • Selbstwahrnehmung

  • Lebensfreude

  • Selbstwirksamkeit

  • Selbstbestimmung

  • Optimismus

  • Bewältigungsstrategien

 

Diese Faktoren können Impulse für eine positive Lebenseinstellung sein und damit zu mehr Resilienz führen.

“Krise ist ein produktiver Zustand. Man

Praktischer Impuls

Unsere Selbstwahrnehmung setzt sich aus dem zusammen, was wir selbst über uns denken, wie wir uns wahrnehmen, uns selbst beobachten und was wir von uns selbst halten.

Hier eine Geschichte mit berührender Botschaft für dich:

Die Geschichte vom 50 Euro Schein

Eines Tages hielt ein Professor in einer seiner Vorlesungen einen nagelneuen 50-Euro-Schein hoch und fragte seine Studenten, wer von ihnen diesen Schein haben wollte. Alle meldeten sich. Daraufhin faltete

der Professor den Schein, hielt ihn hoch und stellte die Frage, wer den Schein haben wollte. Alle meldeten sich. Der Professor nahm nun den Schein, warf ihn auf den Boden und trat darauf herum. Er hob dann den Schein auf, hielt ihn in die Luft und fragte abermals, wer den Schein nun noch haben wollte. Wieder meldeten sich alle. Dann schüttete der Professor Dreck auf den Boden, nahm den Schein und zog ihn einmal dadurch – ein letztes Mal hob er den Schein, der nun nicht mehr neu und schön aussah, hoch und fragte seine Studenten, wer den Schein nun noch haben wollte. Wieder gingen alle Finger in die Höhe. Daraufhin sagte der Professor: "Sehen Sie, was auch immer ich mit dem Schein gemacht habe, er hat seinen Wert nicht verloren und Sie haben das erkannt. Und so wie mit dem Schein ist das auch mit Ihrem Selbstwert! Mit dem Selbstwert jedes Einzelnen von Ihnen, die Sie hier sitzen: Egal, ob jemand Sie zusammenfaltet, auf Ihnen herumtritt oder Sie gar durch den Dreck zieht – Sie haben immer den gleichen Wert! Sie sind immer gleich wertvoll, unabhängig davon, was andere mit Ihnen machen!"

Selbstwahrnehmung

Selbstwahrnehmung ist eine wesentliche Voraussetzung zur Selbststeuerung und es ist hilfreich, in einen ehrlichen und klaren Dialog mit sich selbst zu treten, denn hoch resiliente Menschen sind dazu in der Lage, in einen ehrlichen, klaren und direkten Dialog mit sich zu treten.