• Melanie Henke

Arbeit - Lust oder Frust?

Wie steht es um deinen Status Quo in Sachen "Arbeitszufriedenheit"? Drei Techniken, mit denen du dir einen Überblick über deine Arbeitszufriedenheit verschaffen kannst.

Wenn man dich als Kind gefragt hat, was du einmal werden willst, was hast du geantwortet? Als Kinder war uns ganz klar, dass wir einen Beruf wählen der uns Spaß macht, der uns erfüllt. Nicht ohne Grund haben wir voller Enthusiasmus strahlend „Tierärztin, Kaufmannsladenfrau, Schauspielerin, Friseurin …“ geantwortet. Fragt dich heute jemand „Was machst Du beruflich?, wie sehr strahlen deine Augen noch? Wie viel Lust hast du, anderen von dem, was du tust zu berichten? Wie zufrieden berichtest du am Ende des Tages von dem was du getan hast? Und mit wie viel Vorfreude denkst du an deine morgigen Aufgaben? Möglicherweise war es ja mal genau so, dass dich deine Arbeit erfüllt hat, doch mittlerweile hat sie sich verändert, du hast dich verändert, dich weiterentwickelt, oder du hast neue Seiten an dir und andere Bedürfnisse entdeckt, oder deine Prioritäten haben sich verschoben.


Standortbestimmung Arbeitszufriedenheit

Was also tun, wenn du nun da sitzt und sich deine Arbeit „irgendwie unstimmig“ anfühlt, so als würdest du ein zu enges Kleid, oder eine zu enge Hose tragen? Ich glaube, das Wichtigste ist, den Mut zu haben, sich dieses diffuse Gefühl genauer anzuschauen. Warum ich hier von „Mut“ spreche? Weil es Mut braucht sich selbst, oder dem was man tut zu hinterfragen und sich den daraus resultierenden Tatsachen zu stellen. Wie auch immer dieses „sich stellen“ dann aussehen wird. Möglicherweise hilft uns dieser Blick ja auch, die sinnesfüllenden Aspekte unserer Tätigkeit wieder bewusst wahrzunehmen und wieder energiegeladen zu arbeiten. Andererseits kann eine solche Bestandsaufnahme auch das unbefriedigende Missverhältnis von Begeisterung und Unzufriedenheit zum Beruf sichtbar machen.

Bestandsaufnahme Arbeitszufriedenheit

Wie kann eine solche „Bestandsaufnahme" unserer Arbeitszufriedenheit aussehen?Sicherlich gibt es dafür vielfältige Wege, hier stelle ich dir drei Möglichkeiten vor, welche ich in meiner Arbeit bisher als hilfreich erlebt habe:

1. Möglichkeit: Post´it Bilanz zur Arbeitszufriedenheit

Hast du Lust auf einen Rückblick deiner Arbeitszufriedenheit in der vergangenen Woche, ist diese Methode sehr hilfreich.

Folgendes Material benötigst du: Ein großes Blatt Papier (ich arbeite hier gerne mit DIN A 3 Papier oder einem Bogen Flipchart Papier), Post´its (oder andere selbstklebende Notizzettel) in zwei verschiedenen Farben, Stift, Zeit für dich.

Vorgehensweise:

  • Unterteile das Blatt Papier im Querformat in so viele Spalten, wie deine Woche Arbeitstage hat und beschrifte sie entsprechend.

  • Wähle eine Farbe der Post´its für Arbeitsaufgaben, die dich zufrieden machen und dich mit Sinn erfüllen und eine andere Farbe für Aufgaben oder Tätigkeiten, die dich unzufrieden machen.

  • Schaue auf den gestrigen oder heutigen Tag zurück und überlege, mit welchen Aufgaben oder Tätigkeiten (es können auch Menschen sein) du dich in deiner Arbeit Stunde für Stunde beschäftigt hast.

  • Notiere jede dieser Tätigkeiten auf ein farbiges Post´it entsprechend deines Zufriedenheitsfaktors.

  • Beschrifte die Rückseite des Post´its mit einer kurzen Info dazu, „Warum“ diese Tätigkeit dich zufrieden, oder unzufrieden gemacht hat.

  • Hefte deine Post´its im chronologischen Ablauf des Tages auf deine Wochenübersicht.

  • Gehe so deine zurückliegende Woche durch, oder fülle die Tage im Rückblick.

Diese Methode gibt dir einen bildhaften Eindruck darüber, wie deine Arbeitszufriedenheit über den Tag verteilt ist. Wenn du magst, kannst du die Post‘ its anschließend nach ihren Farben sortieren, um beide Bereiche im Verhältnis zueinander noch einmal bewusst wahrzunehmen.

2. Möglichkeit: Tagesprotokoll- Arbeitszufriedenheit

Wenn du Lust hast, deiner Arbeitszufriedenheit im Form eines Tagesprotokolls parallel zu deiner Arbeitszeit im Stunden-Takt auf den Grund zu gehen, ist dieses Tool möglicherweise ein guter Weg für dich.



Folgendes Material benötigst du: Vorlage für dein Tagesprotokoll, Stift, ggf. Timer, über den Tag verteilt, Zeit für kurze Selbstbeobachtungen.

Vorgehensweise:

  • Lege dir dein Tagesprotokoll zum Start in den Tag bereit und notiere stündlich deine beruflichen Aktivitäten (alternativ kannst du auch einen 3 Stunden Rhythmus wählen).

  • Dokumentiere anschließend dein Stimmungsurteil (1= sehr hohe Arbeitszufriedenheit bis 6= sehr schlechte Arbeitszufriedenheit).

  • Nimm dir anschließend kurz die Zeit zu vermerken "warum" diese berufliche Aktivität genau diese Stimmung bei dir ausgelöst hat.

  • Wofür der Timer ist? Möglicherweise hilft er dir daran zu denken dein Tagesprotokoll zu führen.


Dein Tagesprotokoll mit der Codierung deiner Stimmung und Reflexion des damit verbundenen "warum", gibt dir die Möglichkeit deine Arbeitsstimmung bewusst wahrzunehmen. Damit erfasst du die "Ist-Situation" noch bewusster.

3. Möglichkeit: Selbstreflektierende Fragen

Möchtest du weder mit Post´its hantieren, noch dir jede Stunde Zeit nehmen für einen Protokoll-Eintrag? Dann sind ein paar selbstreflektierende Fragen möglicherweise ein Weg für dich.

Folgendes Material benötigst du: Papier und Stift (oder eine digitale Möglichkeit deine Antworten zu notieren), Zeit für dich.

Vorgehensweise:

Wähle im Idealfall einen Ort an dem du dich wohl fühlst und nimm dir Zeit und Ruhe, um folgende Fragen zu beantworten:

  • Was an meinem Job ist gerade richtig schlimm?

  • Seit wann empfinde ich es als wirklich schlimm?

  • Warum empfinde ich es als wirklich schlimm?

  • Was habe ich schon versucht, um die Situation zu verbessern?

  • Was ist gerade das Beste an meinem Job?

  • Welche Aufgaben würde ich vermissen, wenn ich diese Arbeit nicht mehr machen würde?

  • Mal angenommen, ich könnte mir meine ideale Arbeitswelt selbst erschaffen, wie sähe sie aus?

Mit Hilfe der selbstreflektierenden Fragen kannst du dir einen differenzierteren Blick auf deine Arbeitszufriedenheit verschaffen.

Auswertung Deiner Arbeitszufriedenheit

Solltest du dich also einmal in diffusen Gefühlen von Arbeitsunzufriedenheit verlieren, kannst du dir mit den vorgestellten Techniken einen Überblick verschaffen. Mit dieser Bestandsaufnahme hast du die Möglichkeit zu sehen, was für dich so bleiben darf wie es ist und an welchen Punkten du möglicherweise etwas nachjustieren oder sogar verändern möchtest. Sei mutig, gehe deinen Weg - Empower yourself!

Wenn dir gefallen hat, was du gelesen hast und du möchtest, dass auch andere das lesen können, freue ich mich sehr, wenn du den Artikel weiterempfiehlst. Natürlich freue ich mich darüber hinaus, auch über deine Gedanken zum Thema "Arbeit - Lust oder Frust?", sowie Erfolgstipps zum Thema.

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Danke für deine Zeit. Sei mutig, gehe deinen Weg und behalte stets im Blick "du bist nicht allein"!


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